Frohe Weihnachten
Hallo meine lieben Freunde, Bekannte und Verwandte in Deutschland,
wider meinen Erwartungen habe ich doch die Gelgenheit ein Bericht zuschreiben. Das freut mich persoenlich sehr, denn ich habe in der letzten Woche so viel schoene Dinge erlebt, die ich natuerlich gerne mit euch teilen moechte.
Letzte Woche war ich in Jo’berg, bei der Kids week. Genauer gesagt in Hilbrow (man sagt, es sei die gefaehrlischste Gegend in ganz Johannesburg). Alle Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren wurden eingeladen, zu dieser Kidsweek zu kommen. Wir waren ca 250 Kinder und eine Menge Betreuer. Zusammen haben wir gespielt, gesungen, gelacht und auch gearbeitet. Diese Kids week ist eine gute Sache, wie ich finde, denn so werden die Kids fuer ein paar Tage mal von der Strasse geholt. Jeder Tag stand unter einen bestimmten Thema, wie zum Beispiel verschiedene Sprachen oder was sind unsere Talente, was moechten wir denn mal werden. Dazu wurde immer ein kleines Theaterstueck gespielt und in kleinen Gruppen diskutiert und gebastelt. Und natuerlich gesungen und getanzt. Das hat mir persoenlich am meisten gefallen. Es war unglaublich all diese kleinen und grossen Kinder zusammen zu sehen, wie sie sangen und Spass hatten. Es war eine wunderschoene Atmosphaere. Ich denke, viele von den Kids erlebten dort eine der wunderschoensten Zeiten ihres Lebens. Und das war auch fuer uns, als Leader, das Ziel. Ich war auch ein leader.
Unsere Aufgabe war es, morgens mit ihnen Spiele zu spielen, dafuer zu sorgen dass auch immer alle da sind und mit ihnen ueber die verschiedenen Themen zu sprechen. ich war in der Gruppe der 7- bis 8-jaehrigen. Diese Kinder konnten zum Grossteil also alle Englisch und es war ein ganz anderes Arbeiten, als ich es von Seshego gewohnt bin. Toll, kann ich nur sagen.
Gewohnt habe ich, zusammen mit meinen beiden Freunden von Cape town, bei einem Voluntaer auf dem Gelaende. Das war richtig schoen. Er hat naemlich ein Balkon und abends draussen zu sitzen, und die Lichter von Hillbrow zu geniessen, ist ein wahrer Augenschmaus.
Zum Einkaufen gehen, hatten wir immer Begleitung, weil es alleine einfach zu gefaehrlich waere.
Ich habe dort aber tolle Freundschaften geschlossen und eine wirklich wunderschoene Zeit gehabt. Ausser am Mittwoch. Da bin ich, waehrend wir mit den Kids spielten, hingefallen und habe mir den Ellenbogen gebrochen. Ich schieb die Schuld auf meine Schuhe und nun habe ich einen guten Grund, mir neue zu kaufen.
Ist auch eine Erfahrung… Behandlung im Krankenhaus in Suedafrika. Wenn man Geld hat, kein Problem. Man wird ruehrend umsorgt, muss nicht lange warten und alle sind sehr sehr freundlich. Ja also, ich war sehr froh, dass Monique da war (danke Monique), die sich sehr lieb um mich kuemmerte und alles fuer mich geregelt hat. Nun renne ich mit einer Schlinge durch die Gegend und muss fuer alles was ich mache, doppelt soviel Zeit einplanen. Aber, no problem, denn ich habe genug davon…
Freitag Nacht bin ich sicher und gesund in Cape town gelandet. Toll hier!
Mein erstes Fruehstueck in Kapstadt werde ich wohl nie vergessen. Es war in einer Kirche bei einer deutschen Gemeinde und, ich weiss es ist schwer zu glauben, aber es gab richtig echte Broetchen!!!!!!! Marmelade, Kuchen, Obst, Wurst (ja Wurst) und lecker viel Kaffee!! Es war ein reinster Traum. Denn, wen ihr mich fragt, was die Afrikaner echt nicht koennen, ist gutes Brot backen und Kartoffeln kochen. Beides ist zu weich.
Das naechste Highlight, eine Bibliothek mit ganz vielen deutschen Buechern. Wir durften uns fuer nur dei Euro (30R) soviele mitnehmen, wie wir wollten. Freudenschrei. Ich glaub, sie wissen einfach nicht, was sie damit machen sollen. Richtig alte deutsche Schaetze waren darunter. Und mir ist jetzt erstmal egal, wie ich die alle nach Deutschland zurueckbekomme.
Am Meer war ich schon sowie im Kino und auch Kappstaedter (?) Schokoladenkuchen musste daran glauben. Also, ich weiss nicht wieso, aber seitdem ich in SA bin, koennte ich jeden Tag Schokolade essen.. Echt schrecklich. Einen Abend waren wir in einem Club, echt toll, wo ich sogar eine deutsche Studentin aus Aachen getroffen habe. Sie lass ein Buch von Piper Verlag, deshalb haben wir sie als deutsche erkannt. Naja, Deutsche rennen hier eh viele rum.
In dieser Woche bin ich noch in den Center von Otto Kohlstock, iThemba Lanbantu (heisst: Hoffnung fuer die Menschen). Es ist im Township Philippi. Dort wo wir auch wohnen und es ist ein ganz anderes Kapstadt. Viele von den Weissen, die eben richtig in der Stadt wohnen, waren noch nie in den Townships und wir leben wir irgendwie zwischen den Welten..
Das Center hat eine Preschool, eine Suppenkueche, ein Care Center und eine Computerschule. Ausserdem wird hier Beatwork (Perlenarbeiten) und Taschen hergestellt. Es gibt auch eine Internetseite, die ich jetzt grad nicht weis. Schreib ich spaeter mal auf.
Heute Abend spielt eine bekannte Band und da werde wir hingehen.
So genug, dafuer das dieser Bericht eigentlich gar nicht geplant war..
Wie heisst der Spruch? Eigentlich gibt es eigentlich nicht, weil es eigentlich nichts gibt, was den Wort eigentlich sinngemaess entspricht! (Find ich toll)
So das Foto wurde in Hermannsburg gemacht, als wir das Zulu Dorf besuchten. Leicht zu erkennen der Fluss, den wir ueberqueren mussten. Hut sowie Tasche sind nicht meine!
Ich wuensche euch allen ein froehliches und besinnliches Weihnachtsfest. Mit Kuchen, Plaetzchen, Weihnachtsstimmung, Ruhe, Schnee und lieben Menschen. Lasst uns stets daran erinnern, warum wir dieses Fest feiern..

am Dezember 16, 2007 am 12:46
Ich wünsch dir auch ein ganz besinnliches Weihnachtsfest.:-)
Ich freu mich jedes Mal wenn ich lese was du in SA alles so erlebst, das is ja richtig klasse.:-)
Im Gegensatz zu mir, die den ganzen Tag am Lernen oder Arbeiten is. Aber das is auch wichtig. Mir reicht der Strand zur Entspannung.:-)
Was hast du dir denn für Bücher aus der Bibliothek mitgenommen?:-)
Ich musste ja ganz dolle Schmunzeln, als ich das mit deinem Arm gelesen habe. Tja wir werden wohl alle unsere Erinnerungen an unser Auslandsjahr mitnehmen. Tobi is nämlich auch gestürzt und hat jetzt ne Narbe am Kinn.:-)
Naja was solls, solange nix shclimmes passiert is es ja ok.
Ich wünsch dir jetzt noch ein paar super schöne Tage in Kapstadt.:-) Genieß die Zeit und lass es dir gut gehen.
Ach übrigens ich treff hier ständig Leute aus SA das is echt lustig.:-)
Bussi
hdgdl und dnek ganz dolle an dich.:-)
am Dezember 17, 2007 am 10:24
Liebe Kathie,
auch Dir eine schöne Weihnachtszeit!
Und danke für den – wiedermal wunderbaren – Bericht.
Dass die Tasche nicht Dir gehört sieht man ja gleich. Die ist viel zu groß!
am Dezember 27, 2007 am 7:31
Liebe Kathi, wir hoffen, auch Du hattest eine schöne Weihnachtszeit und Dir geht es verhältnismäßig gut trotz des Armes? Gute Besserung! Nun ereilt uns schon das nächste Ereignis- die Jahreswende und der dazugehörige kleine Umtrunk. Auch wir aus Berlin lesen fleißig (leider erst seit gestern-Seite gefunden) deine tollen Berichte. Wir wünschen Dir weiterhin eine erlebnisreiche Zeit und freuen uns auf weitere interessante Meldungen und Erfahrungen von deinem Leben aus SA. Übrigens gibt es nirgends auf der Welt Menschen die Brot gut genug backen können. Es schmeckt immer da am Besten, wo man herkommt. Probier ruhig mal alles aus (Essen). Gewarnt sei vor dem, was dich ansieht und auf dem Teller krabbelt.
Wo will denn die Tasche mit Dir hin?