Gluehwein, Ballack und -10 Grad unter den Wolken
Ein herzliches Hallo an alle, die sich hiermit vorgenommen haben, diesen kleinen Report zu lesen
Meine letzten Ferien in Suedafrika sind nun zu Ende. Diese Woche war ich nun schon fleissig wieder im Creche arbeiten. Waehrend der langen Pause wurde im Creche renoviert und die alten, teils zerbrochenen Fliesen sind nun ersetzt worden durch schoene Helle. Nur leider sieht man den Dreck nun schneller und bei 80 kleinen, suessen Kinderchen, die 8 Stunden am Tag von A nach B rennen gibt es eine Menge Dreck. Die Kids begruessten mich herzlich und ich durfte erstmal allen kleinen suessen Fingerdaumen „Shup“ geben (Daumen aneinander druecken).
Ansonsten ist es mal wieder erstaunlich wie schnell ich mich an den Alltag gewoehnt habe. Leider habe ich gestern mein letzten verfuegbares Buch ausgelesen, sodass ich fuer die verbleibenden zwei Wochen keine Lektuere mehr habe. Hmm… Mal sehen, was ich stattdessen mit meiner freien Zeit anfangen werde.
Ok, wo hat sich denn die kleine Kathie in ihren letzten grossen Ferien herumgetrieben? Hier nun ein kleiner kurzer Bericht:
Die ersten Tage verbrachte ich in Pretoria und nutzte doch gleich mal die Gelegenheit um ein paar alte Freunde zu besuchen. Die Sarah kam auch ganz schnell aus dem grossen und weitem Kapstadt angeflogen und ich konnte ihr die Stadt zeigen, soweit das in meinen Moeglichkeiten eines guten Reisefuehrers stand.
Wir hatten das Glueck eines von den Fluechtlingscamp zu besuchen, die wahrend der Zeit der Xenophobia Attacks eingerichtet worden sind. Ich nehme an, davon habt ihr in Dtl auch gehoert. Unser Einsatz bestand darin, hunderte von Broten zu schmieren, kiloweise Kartoffeln zu schaelen und schlieslich das ganze Essen mit einem grossen Truck auszuteilen. Das war ein reinstes Gedraenge, Geschubse und Gekaempfe gemixt mit boesen Zurufen… Kein Wunder, denn das Essen war lange nicht genug fuer dreitausend Menschen, die auf engsten Raum miteinander leben muessen.
Mehr erholsam ging es dann in den Drakensbergen zu, wo SCHNEE lag!!! Ja, tatsaechlich…
Wusstest ihr uebrigens, das Tolkien, bei seinem Roman, der Herr der Ringe, die Drakensberge als Inspiration genutzt haben soll? Hehe, kein Wunder, es sieht dort auch wirklich genauso aus, wie im Film. Unglaublich! Wir gingen Wandern, trafen auf ein paar Schlangenfanatiker, und auf eine Horde Deutscher, die total traurig daruber waren, das Dtl im Endspiel verlor… Nebenbei bemerkt: Wir haben das Spiel natuerlich auch gesehen.
Wir fuhren auch noch einmal nach Lesotho. Es wird das Koenigreich unter den Wolken genannt, weil das ganze land ueber 2000m ueber den Meeresspiegel liegt. In Lesotho waren es –10 Grad und den Berg den wir hinaufkletterten sind wir mehr gerutscht als gelaufen… Shit, war das kalt! Wir durften uns aber aufwaermen mit einem Glaesschen Gluehwein, welchen wir in den hoechsten Pub of Africa serviert bekamen. Das war auch gut so, denn um den Weg zurueck, entlang den Sani Pass, zu ueberstehen ist man besser ein wenig angetrunken. Stellt euch mal die schlechteste Sand/Steinstrasse vor, die ihr jemals gesehen habt? Ja? Dann sind das noch Autobahnen im Vergleich zum Sani Pass. Unser Fahrer fand unsere Angst anscheinend noch sehr lustig und unterstuetzte sie mit Kommentaren, wie “ diese Strasse nennen wir Todeskurve, weil…“, oder diese heisst Glueckkurve, weil…“. Ich sage euch, nur gut, dass wir einen Gluehwein davor hatten…
Waermer wurde es dann, als wir uns der Kueste naeherten, Richtung KosiBay. Dort waren wir die einzigen Gaeste in dem Backpacker und hatten zwei wunderschoene Abende inmitten der Einoede von Suedafrika mit dem Besitzter der Lodge, der sich fuer 25 ausgab aber schon 55 war.
In KosiBay legten wir uns bei 30 Grad im Schatten an den Strand und gingen auch nochmal schnorcheln. Ein paar von den suessen Fischlis sollten auch gefaehrlich sein, aber zum Glueck wussten wir nicht welche.
Unser naechstes Ziel fuehrte uns nach Maputo, Mozambique. In einem Minibustaxi rumpelten wir drei Stunden ueber Strassen, die den Sani Pass verdammt aehnlich waren, hoerten Mozambique TechnoMusik, die so laut war, dass man nur noch den Bass hoeren konnte. Wir waren 20 Leute in dem Bus mit Gepaeck, in welchem eigentlich nur 14 erlaubt sind. Aber in Afrika nimmt das keiner so ernst. Als unsere netten Mitfahrer erfuhren, dass wir deutsch sind, hatten wir auch gleich ein Gespraechsthema. Michael Ballack! Hmm… den kennt auch jeder. In Maputo sind wir mit der Menge mitgetrieben worden auf ein Boot, dessen Zustand ich euch hier lieber nicht beschreibe.
In der Haupstadt endlich angekommen, wollte man uns sogleich die besten Fruechte, den schoensten Schmuck und die teuersten Uhren verkaufen. Irgendwie schafften wir es, in ein Taxi zu kommen und zum Backpacker. Wie genau, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.
Einen Tag in Maputo probierten wir das Haus Henning Mankells zu finden, leider erfolglos. Nicht mal die Touri-Information fanden wir. Entweder die Karte war bloed, unser Orientierungssinn oder die Information gab es nicht mehr. Ich schliesse auf letzteres. Maputo an sich ist gekennzeichnet von alten Ruinen neben Hochhaeusern und modernen Villen. Das Bier ist ziemlich gut, die Zigaretten 1, 80 Euro (wurde mir gesagt), die Klubs sind ausgezeichnet (gute Jazz Musik) und die Leute sind freundlich. Nur bloed, das die meisten kein Englisch sprechen koennen.
Von Maputo ging es zurueck nach Suedafrika (JUHUU, endlich kein bloeder Tourist mehr) und ab in den Krueger National Park. Vorher genossen wir an der Grenze noch nice KFC Food und eine Flasche Amarula. (Schokolikoer). Die Polizisten schien das nicht besonders gestoert zu haben, sie kamen nur zu uns, um zu fragen, ob wir auch OK seien.
Im Krueger Park sahen wir 4 von den Big 5. Leider wollte der Leopard uns nicht zeigen. Dafuer sahen wir Geparden und auch Babys, eine Hyaene die nachts am Zaun entlankroch, wo unser Haeuschen stand und Loewen, die eine Giraffe assen. Da musste ich aber weg gucken. Ansonsten das „uebliche Programm“, wie Impalas, Steinboecke, Zebras, Hippos, Krokodile, Bueffel, Elephanten, Giraffen (diesmal lebend) und eine Anzahl von wunderschoenen exotischen bunten Voegeln.
Das letzte Wochenende gingen wir noch einmal nach Hillbrow und ins Kino, wo man nicht Handschuhe, Schal und Muetze vergessen darf (am besten noch eine Decke einstecken), damit man es im Kino dann auch schoen warm und gemuetlich hat.. Ein huebscher Junger Kerl wuerde es natuerlich auch machen, aber wenn man den nicht hat…
Am 18 Juli war der Geburtstag von Mandela und im ganzen Land wurde gefeiert und auch im Creche sangen wir ein Happy-Birthday-Song.
Ok, meine Lieben, das wars von mir. Ich vermute, das war mein letzter Bericht an Euch, denn in zwei Wochen bin ich wieder in Deutschland.
Bis dahin, passt auf euch auf,
ich freue mich Euch bald wiederzusehen.
Eure Kathie…
Hmm…, vielleicht sollte ich das Blog in Spanien weiterfuehren?? Jetzt hat es sich ja sowieso wider meinen Willen herumgesprochen, also kann ich es ja nun auch sagen.
Ja, die Kathie wird nicht lange in Dtl bleiben, denn am 2. September gehts weiter nach Spanien…
Hmm.. dann muesste man aber das Blog umbenennen…
am Juli 24, 2008 am 12:22
Hola Kathie!
Mensch Kathie du kommst echt rum…
Na, da hast du ja noch super interessante Ferien verbracht!
Krass, dass du schon wieder bald hier bist, Die Zeit verging sooo schnell. Ich hoffe, dass wir uns auch noch mal sehen werden bevor du schon wieder weg bist. Das ist ja echt krass, jetzt wirst du auch noch Spanisch sprechen lernen und die wundervolle spanische Kultur kennenlernen
na dann auf hoffentlich bald. bussi, caro
am Juli 24, 2008 am 9:55
Rumtreiber!
1. Was ist ein Backpacker?
2. Was sind 4 von Big 5? Viecher offensichtlich…
3. Was ist nice KFC Food?
4. Es ist kein Problem das Blog in „Kathies Reisen“ umzutaufen.
Viel Spass noch!
am Juli 27, 2008 am 10:16
*lach* ‘Kathies Reisen’ find ich klasse!
Hallo Kathrinchen,
hiermit also mein erster Kommentar, zu deinem letzten Eintrag!
Hat sich aber mal wieder alles sehr spannend angehört und ich bin schon irgendwie froh, wenn du wieder runter von der Insel bist.
Deine Karte hab ich bekommen, vielen Dank dafür!
Bis in zwei Wochen, dann werd wir hoffentlich bald zu Haus eintreffen!
cu soon!