Auf und davon – Kathies Reisen


Bäume, die singen

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Oktober 21, 2008

Nun bin ich schon fast zwei Monate in Valencia, der drittgrößten Stadt in Spanien.

In dieser Zeit hatte ich schon etliche Gelegenheiten, die Stadt in all ihrer Schönheit, Vielfältigkeit und Eigenheit kennen zu lernen.

Was mir in Südafrika nicht passierte und worauf ich stolz war, ist nun in Spanien eingetreten. Kein Telefon mehr, aufgrund von Diebstahl. Zum Glück ist nur das Telefon weg und der Dieb wird seine wahre Freude an dem „Second hand“ Modell aus Südafrika haben, denn eine Woche vorher ist es ein wenig nass geworden und seitdem war es nicht mehr hundertprozentig funktionsfähig. …

Am 9. Oktober durfte ich den ersten Feiertag in Spanien miterleben. Dieser wurde mit einem Feuerwerk um Mitternacht eingeleitet. Ein Feuerwerk, 30 Minuten lang und so laut, dass man genau Spanier vom Nichtspanier unterscheiden konnte. Denn, die Spanier sind die einzigen, die sich nicht die Ohren zuhalten mussten. ;) Ich hatte das Gefühl, dass sich die ganze Stadt versammelte, um entlang des Parks auf Mitternacht zu warten. Wir hätten genauso gut Silvester feiern können.

Am nächsten Tag gingen die Feierlichkeiten weiter mit einem Umzug durch die Altstadt Valencias. Es regnete wie in Strömen, was die Menschen aber nicht davon abhielt wieder in die Stadt zu eilen, bewaffnet mit Regenschirmen, Gummistiefeln und Regenjacken. Während auch wir geduldig warteten, 90 Minuten im Regen ausharrend, nicht wissend, was genau uns eigentlich erwartet, kamen sie endlich. Verkleidete Ritter, Zofen, Zaren, Hexen, Pferde, Hofnarren und eine Menge Musikanten. Ein Marsch, etliche Kilometer lang, begleitet von den Jubelrufen der Menschen. Der Trubel und Wirbel während der Festtage legte sich jedoch wieder.Die Schule fing wieder an, der Alltag kehrte zurück.

Früh um Acht, Zeit aufzustehen und zur Sprachschule zu eilen. Es ist mittlerweile Tradition geworden, nach den zwei Stunden Spanischunterricht ein schönes Cafe aufzusuchen und einen „Cafe con leche“ zu trinken. Einen Milchkaffee, der wirklich sehr gut ist.

An den Nachmittagen gebe ich mein Bestes, um schwierige Fragen bezüglich der Hausaufgaben zu klären. Mathe, Deutsch, Englisch, Biologie, ein wenig Musik und Erdkunde. Oft, wenn der Stress der Schule vorbei ist, spielen wir Tischtennis, Ligretto, Fussball oder Karten. Um zehn öffne ich müde die Tür meiner Wohnung, die ich mit drei weiteren deutschen Au Pairs teile. Aber Zeit zum schlafen bleibt kaum, denn in Spanien gibt es nachts genauso viel zu sehen wie tagsüber. Die durchschnittliche Zeit Abendbrot einzunehmen, ist zwischen neun und zehn Uhr. Dann öffnen die Clubs und Bars. Auch die Cafes schließen nicht vor Mitternacht. Typisch für Spanien sind„Tapas-touren“ , was ich natürlich auch schon lieben gelernt habe. Dann gehen wir von Bar zu Bar, essen überall eine kleinen Leckerei, wie Baguettebrot mit Beilage, Kartoffeln, Fisch oder auch Fleisch. Zu meiner Freude befindet sich eine sehr gute Tapas bar in meiner Strasse. :)

Eine weitere Spezialität, und auch Nationalgericht, ist die Paella. Reis mit Meeresfrüchten und/oder Fleisch. In Valencia soll Paella erfunden worden sein. Es ist ein gutes Essen, welches oft, je nach dem wo man isst, anders schmeckt. Bei der zweiten Paella, die ich aß, nahm ich all meinen Mut zusammen und probierte eine Schnecke. Untergemischt in den Reis, dass man sie nicht sieht, schmeckt sie wirklich nicht schlecht.

Abgesehen vom gutem Essen gibt es auch ausgezeichnete Clubs mit guter Musik. Kostenlose Salsa Stunden Mittwochabends und Samstagnacht die Umsetzung. Gute Jazzclubs mit live Musik und breakdance hautnah.

Wenn ich einmal zu erschöpft bin von dem „lauten Leben“ in der Großstadt, gehe ich in den Park, der so groß ist, dass ich es bisher noch nicht schaffte ihn einmal abzulaufen.

Auch dort herrscht stets reger Betrieb. Trommelgruppen, Joga Übungen im Freien. Hunde, Katzen, Jogger und Kinder rennen durcheinander.

In der Turia, so heißt dieser schöne große Park, gibt es tatsächlich auch Jacaranda Bäume, von denen ich dachte, es gäbe sie nur in Südafrika. Was aber noch interessanter ist, sind Bäume, die eine glatte Rinde besitzen, mit Stacheln übersät sind und einen dicken Bauch haben, als ob sie schwanger wären. Untersucht man diese „Bäuche“ ein wenig genauer, stellt man fest, dass sie „klingen“, wenn man dagegen klopft. Ein eigenartiger Baum, der zudem noch wunderschöne große Blüten trägt.

Es wird nicht langweilig in Valencia. Es gibt immer etwas zu sehen. Zum ausruhen bleibt bis jetzt wenig Zeit. Tja, es ist wohl nicht gelogen, dass die Spanier in Valencia im Vergleich zu den anderen am wenigsten schlafen.

verspaeteter Geburtstagskuchen

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am August 1, 2008

Guten morgen,

oh man, ich kann mich schon gar nicht mehr daran erinnnern, wann ich das letzte mal bis um neun schlafen durfte.. echt toll!!!

Backpacker ist eine Art Lodge, fuer wenig Geld kann man dort also zusammen mit anderen 9 Leuten in einem Raum uebernachten. Backpacking ist ziemlich cool, weil man auf ganz viele viele unterschiedliche Menschen aus ganz vielen unterschiedlichen Laendern trifft. In den Backpackern werden immer bestimmte Touren organisiert, die man wenn man Bock hat mitmachen kann. Fuer Reisende mit mehr Geld, diese koennen sich auch extra raeume oder kleine Haeuschen mieten.  Absolute Marktluecke in Deutschland..

nice KFC Food, hehe, KFC ist eine Fastfood kette. Besser als McDonald (was wir hier uebrigens auch haben) und billiger las Wimpy. Nur bloed, dass sie keinen Kaffee haben!! Dafuer gibt es gegrillte Huehnerschenkel bei KFC. Das mag fuer euch vielleicht komisch klingen, aber die Suedafrikaner lieben einfach Fleisch!!! Viele von ihnen essen Fleisch jeden Tag, und manchmal sohar zweimal! Es ist unglaublich.. Aber gibt es nicht KFC auch in Deutschland? das hat zumindest jemand erzaehlt. das McDonald hier ist aber schon ein bisschen anders als in Dtl. Vorallem ist es billiger, aber die Suedafrikaner moegen MCDoof eigentlich nicht so.

Ach ja, in Suedfrika kann man auf den Strassen ja s allerlei kaufen, es gibt Suessigkeien, frisches Obst und Gemuese, Zeitungen und chicken.. Lebendig. Wenn man also grad hunger hat und noch ein paar Rand(Waehrung) in den Taschen…

Hehe, was auch lustig ist, viele verkaufen auch direkt an den Strassen, also ohne Staende, die rennen dann mit den Zeug rum und probieren es, an die Leute in den Autos zu verkaufen.. und da sind keine Grenzen gesetzt. Guertel, Schluesselanhaenger, Unterwaesche (wobei ich bis jezte nie Damenunterwaesche geshen habe), schmuck, Nuesse, Sandwiches, Kuscheltiere und auch Besen..  Echt praktische, wenn ihr mich fragt, man muss sich nur schnell entscheiden, denn die Gruenphase an der  Ampel ist auch nicht sooo lang..

Die Big 5, ja das sind Viecher.. Rhino, Bueffel, Elephant, Leopard und Loewe. Wir haben unsnatuerlich auch die Frage gestellt, wo bleibt denn da die Giraffe??? Ja uns wurde erklaert, die big 5 sind die gefaehrlichen Tiere.. hehe.. Erst vor kurzem war in den Nachrichten, das erin Rhino aus irgendeinen Park ausgebrochen ist und ein Mann ist dabei ums Leben gekommen. Ja, aber es ist wie mit jedem Tier, sie greifen den Menschen nur an, wenn sie sich in Gefahr glauben. Nun wollen die zustaendigen Behoerden, das Rhino auch toeten. Die haben alle ein kanll,wenn ihr mich fragt..

Ja, mein Geburtstag war ganz schoen, die Teacher habens nicht vergessen und die Kids sangen Happy birthday fuer mich. Das war ds schoenste ueberhaupt. Nur meine Gasteltern haben es vergessen, dabei hatte ich es extra noch in den Kalender geschrieben. So im allgemeinen wird in der schwarzen Kultur sowieso kein grosser Ding aus geburtstagen gemacht. es gibt nur kuchen, und dann wars das auch schon.Nur ich habe nicht mal einen Kuchen bekommen. Das war schon ein bisschen traurig, vorallen wei sie echt leckeren Schokoladenkuchen haben. 

Heute, bin ard in Pretoria, gehe ich mit heleen noh ein bissl shoppen und danach werden wir kuchen essen gehen.. :) verspaetet aber nicht weniger schoen. Heute abend fahre ich dann nach Joburg, weil wir fuer einen Freund eine ueberraschungsparty machen. wir voluntaere kommen also ein letztes mal zusammen, um zu feiern..  :)

Gut, das wars nun von mir,

suedafrika gruesst euch alle,

bis bald,

eure Kathie

PS: Hey, das mit kathis reisen find ich echt cool.. :)

Gluehwein, Ballack und -10 Grad unter den Wolken

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Juli 23, 2008

Ein herzliches Hallo an alle, die sich hiermit vorgenommen haben, diesen kleinen Report zu lesen

Meine letzten Ferien in Suedafrika sind nun zu Ende. Diese Woche war ich nun schon fleissig wieder im Creche arbeiten. Waehrend der langen Pause wurde im Creche renoviert und die alten, teils zerbrochenen Fliesen sind nun ersetzt worden durch schoene Helle. Nur leider sieht man den Dreck nun schneller und bei 80 kleinen, suessen Kinderchen, die 8 Stunden am Tag von A nach B rennen gibt es eine Menge Dreck. Die Kids begruessten mich herzlich und ich durfte erstmal allen kleinen suessen Fingerdaumen „Shup“ geben (Daumen aneinander druecken).

Ansonsten ist es mal wieder erstaunlich wie schnell ich mich an den Alltag gewoehnt habe. Leider habe ich gestern mein letzten verfuegbares Buch ausgelesen, sodass ich fuer die verbleibenden zwei Wochen keine Lektuere mehr habe. Hmm… Mal sehen, was ich stattdessen mit meiner freien Zeit anfangen werde.

Ok, wo hat sich denn die kleine Kathie in ihren letzten grossen Ferien herumgetrieben? Hier nun ein kleiner kurzer Bericht:

Die ersten Tage verbrachte ich in Pretoria und nutzte doch gleich mal die Gelegenheit um ein paar alte Freunde zu besuchen. Die Sarah kam auch ganz schnell aus dem grossen und weitem Kapstadt angeflogen und ich konnte ihr die Stadt zeigen, soweit das in meinen Moeglichkeiten eines guten Reisefuehrers stand.

Wir hatten das Glueck eines von den Fluechtlingscamp zu besuchen, die wahrend der Zeit der Xenophobia Attacks eingerichtet worden sind. Ich nehme an, davon habt ihr in Dtl auch gehoert. Unser Einsatz bestand darin, hunderte von Broten zu schmieren, kiloweise Kartoffeln zu schaelen und schlieslich das ganze Essen mit einem grossen Truck auszuteilen. Das war ein reinstes Gedraenge, Geschubse und Gekaempfe gemixt mit boesen Zurufen… Kein Wunder, denn das Essen war lange nicht genug fuer dreitausend Menschen, die auf engsten Raum miteinander leben muessen.

Mehr erholsam ging es dann in den Drakensbergen zu, wo SCHNEE lag!!! Ja, tatsaechlich…

Wusstest ihr uebrigens, das Tolkien, bei seinem Roman, der Herr der Ringe, die Drakensberge als Inspiration genutzt haben soll? Hehe, kein Wunder, es sieht dort auch wirklich genauso aus, wie im Film. Unglaublich! Wir gingen Wandern, trafen auf ein paar Schlangenfanatiker, und auf eine Horde Deutscher, die total traurig daruber waren, das Dtl im Endspiel verlor… Nebenbei bemerkt: Wir haben das Spiel natuerlich auch gesehen.

Wir fuhren auch noch einmal nach Lesotho. Es wird das Koenigreich unter den Wolken genannt, weil das ganze land ueber 2000m ueber den Meeresspiegel liegt. In Lesotho waren es –10 Grad und den Berg den wir hinaufkletterten sind wir mehr gerutscht als gelaufen… Shit, war das kalt! Wir durften uns aber aufwaermen mit einem Glaesschen Gluehwein, welchen wir in den hoechsten Pub of Africa serviert bekamen. Das war auch gut so, denn um den Weg zurueck, entlang den Sani Pass, zu ueberstehen ist man besser ein wenig angetrunken. Stellt euch mal die schlechteste Sand/Steinstrasse vor, die ihr jemals gesehen habt? Ja? Dann sind das noch Autobahnen im Vergleich zum Sani Pass. Unser Fahrer fand unsere Angst anscheinend noch sehr lustig und unterstuetzte sie mit Kommentaren, wie “ diese Strasse nennen wir Todeskurve, weil…“, oder diese heisst Glueckkurve, weil…“. Ich sage euch, nur gut, dass wir einen Gluehwein davor hatten…

Waermer wurde es dann, als wir uns der Kueste naeherten, Richtung KosiBay. Dort waren wir die einzigen Gaeste in dem Backpacker und hatten zwei wunderschoene Abende inmitten der Einoede von Suedafrika mit dem Besitzter der Lodge, der sich fuer 25 ausgab aber schon 55 war.

In KosiBay legten wir uns bei 30 Grad im Schatten an den Strand und gingen auch nochmal schnorcheln. Ein paar von den suessen Fischlis sollten auch gefaehrlich sein, aber zum Glueck wussten wir nicht welche.

Unser naechstes Ziel fuehrte uns nach Maputo, Mozambique. In einem Minibustaxi rumpelten wir drei Stunden ueber Strassen, die den Sani Pass verdammt aehnlich waren, hoerten Mozambique TechnoMusik, die so laut war, dass man nur noch den Bass hoeren konnte. Wir waren 20 Leute in dem Bus mit Gepaeck, in welchem eigentlich nur 14 erlaubt sind. Aber in Afrika nimmt das keiner so ernst. Als unsere netten Mitfahrer erfuhren, dass wir deutsch sind, hatten wir auch gleich ein Gespraechsthema. Michael Ballack! Hmm… den kennt auch jeder. In Maputo sind wir mit der Menge mitgetrieben worden auf ein Boot, dessen Zustand ich euch hier lieber nicht beschreibe.

In der Haupstadt endlich angekommen, wollte man uns sogleich die besten Fruechte, den schoensten Schmuck und die teuersten Uhren verkaufen. Irgendwie schafften wir es, in ein Taxi zu kommen und zum Backpacker. Wie genau, daran kann ich mich nicht mehr erinnern.

Einen Tag in Maputo probierten wir das Haus Henning Mankells zu finden, leider erfolglos. Nicht mal die Touri-Information fanden wir. Entweder die Karte war bloed, unser Orientierungssinn oder die Information gab es nicht mehr. Ich schliesse auf letzteres. Maputo an sich ist gekennzeichnet von alten Ruinen neben Hochhaeusern und modernen Villen. Das Bier ist ziemlich gut, die Zigaretten 1, 80 Euro (wurde mir gesagt), die Klubs sind ausgezeichnet (gute Jazz Musik) und die Leute sind freundlich. Nur bloed, das die meisten kein Englisch sprechen koennen.

Von Maputo ging es zurueck nach Suedafrika (JUHUU, endlich kein bloeder Tourist mehr) und ab in den Krueger National Park. Vorher genossen wir an der Grenze noch nice KFC Food und eine Flasche Amarula. (Schokolikoer). Die Polizisten schien das nicht besonders gestoert zu haben, sie kamen nur zu uns, um zu fragen, ob wir auch OK seien.

Im Krueger Park sahen wir 4 von den Big 5. Leider wollte der Leopard uns nicht zeigen. Dafuer sahen wir Geparden und auch Babys, eine Hyaene die nachts am Zaun entlankroch, wo unser Haeuschen stand und Loewen, die eine Giraffe assen. Da musste ich aber weg gucken. Ansonsten das „uebliche Programm“, wie Impalas, Steinboecke, Zebras, Hippos, Krokodile, Bueffel, Elephanten, Giraffen (diesmal lebend) und eine Anzahl von wunderschoenen exotischen bunten Voegeln.

Das letzte Wochenende gingen wir noch einmal nach Hillbrow und ins Kino, wo man nicht Handschuhe, Schal und Muetze vergessen darf (am besten noch eine Decke einstecken), damit man es im Kino dann auch schoen warm und gemuetlich hat.. Ein huebscher Junger Kerl wuerde es natuerlich auch machen, aber wenn man den nicht hat… ;)

Am 18 Juli war der Geburtstag von Mandela und im ganzen Land wurde gefeiert und auch im Creche sangen wir ein Happy-Birthday-Song.

Ok, meine Lieben, das wars von mir. Ich vermute, das war mein letzter Bericht an Euch, denn in zwei Wochen bin ich wieder in Deutschland.

Bis dahin, passt auf euch auf,

ich freue mich Euch bald wiederzusehen.

Eure Kathie…

Hmm…, vielleicht sollte ich das Blog in Spanien weiterfuehren?? Jetzt hat es sich ja sowieso wider meinen Willen herumgesprochen, also kann ich es ja nun auch sagen.

Ja, die Kathie wird nicht lange in Dtl bleiben, denn am 2. September gehts weiter nach Spanien…

Hmm.. dann muesste man aber das Blog umbenennen…

kurze Auszeit

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Mai 31, 2008

Hallo meine Lieben,

einen kleinen kurzen Gruss aus Suedafrika.. :) ja, das mit der „haha-Seite“ finde ich gar nicht so schlecht.. hehe

Ich bi gerade in Pietermaritzburg, eine Freundin besuchen. Sarah ist auch hier und zusammen machen wir uns ein schoenes Wochenende, obwohl ich mir vorgenommen hatte, im Mai nicht mher zu reisen. Aber naja, ich habe gelernt, dass es einfach sinnlos ist in SA sich etwas vorzunehmen, weil es sowieo immer ganz anders kommt.

Ich habe gehoert, sogar in Deutschland kommen die Unruhen in SA in de Nachrichten. Ja, es ist schlimm.. In Johannesburg und anderen 6 Provinzen ist die „Hoelle los“. Ich habe Glueck, in Limpopo ist es noch ruhig. Aber keiner weiss, was noch alles passieren wird. Auf Mbeki (dem Presi) sind sie ja auch alle boese und der Prozess gegen Zuma (der der neue Presi werden moechte) sind auch verschoben worden, schon wieder. Auf naechstes Jahr.. Genau zur selben Zeit, wo auch die Wahlen stattfinden werden..

Aber, mir geht es gut.. Ich gehe mit meiner Gastmama nun immer ins Fitnessstudio, hehe.. Das macht Spass und haelt uns beide fitt. Ansonsten ist nicht sehr viel los.. Ist auch mal ganz schoen, denn schliesslich muss ich auch irgendwann mal meine Buecher lesen.. haha

Bis bald,

komme ja tatsaechlich schon in 2 Monaten wieder.. hehe:)

 

 

Unibesuch in Turflopp

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Mai 13, 2008

Halloechen Ihr Lieben,

mal wieder Zeit um Euch zu sagen, dass es mir gut geht… haha, Ich kann mich nur entschuldigen, dass ich es nicht oefters schaffe zu schreiben. Es ist nach wie vor das alte Problem. Strom und zu wenige Internetcafes, die auch benutzbar sind.

Aber ja, mir geht es gut, habe zurzeit eine kleine Grippe, aber halb so schlimm… Im Kindergarten ist es auch ganz toll. Wir basteln, und singen und tanzen und lachen. Manhcmal sind sie zu laut und mein Kopf schmerzt von 80 schreinden Kindern aber es ist ja nicht so dass ich das schon gewohnt waere..hehe..

Nun vor zwei Wochen hatte wir in SA zwei Feiertage und nur zwei Tage Arbeit, die habe ich mir kurzentschlossen frei genommen. Eigentlich wollte ich mit Freunden aus Joberg nach Clarens in die Drakensberge fahren. Kurzfristig, wie das in SA immer so ist, hat das aber alles nicht geklappt und ich bin wider meinen Erwartungen zu einem Young Adult Christian Camp gefahren. Das hat mich sehr an das Landesjugendcamp erinnert. Nur das wir nur 30 junge Menschen waren und den ganzen Tag Zeit hatten, alles zu machen, worauf wir gerade Lust hatten. Wir hatten eine privaten Strand und gutes Wetter.. ;) Ich bin an einem Morgen ganz frueh aufgestanden, um den Sonnenaufgang zu betrachten. Ich war, glaube ich, die einzige, die morgens um 5 unterwegs war. Aber es war einfach grandios!!! Sonnenuntergaenge sieht man ja oefters aber nicht Sonnenaufgaenge… Genau uebern Meer… schwaerm.. sehr schoen.. Ansonsten hatten wir jeden Abend ein bisschen Programm, habe ueber unsere Beziehungen zu Freuden, und Familie und so weiter geredet.. Gekocht wurde auch zusammen. Alles in allem eine sehr schoene Zeit. :)

Als ich dann am Montag wieder zurueck nach Polokwane gefahren bin, habe ich ein Maedchen kennengelernt, die neben mir im Bus sitzt, die Soziale Arbeit in Turflopp studiert. Das ist die Uni von Limpopo. Sie hat mich eingeladen zu einer Veranstaltung ueber Soziale Arbeit als Guestspeaker ueber meine Arbeit zu erzaehlen. das fand ich natuerlich ziemlich cool und da habe ich doch glatt mal zugesagt. haha.. Durfte also vorne auf dem Podium neben irgendwelchen wichtigen Menschen sitzten. :) Joa, danach wollten die alle ein Foto mit mir zusammen machen. Bald werde ich also in irgendwelchen Fotoalben kleben und die Leute werden sagen, “ ahh seht, das ist meine deutsche Freundin“, obwohl ich nicht mal ihre Namen weiss. naja.. ich habe die Nacht dort verbracht, bei Mfundo.. (der aus dem Bus) und wurde in das Nachtleben der Uni eingefuehrt.. haha.. war bei einer bash.. so nennen die ihre eigenen Parties, kleine Discos wenn man es genau nimmt mit wirklich guter House Music!! ;) Leider sind die Typen immer so schrecklich aufdringlich, sodass man nicht wirklich entsapnnt tanzen konnte. Mfundo und Palesa, mit denen ich unterwegs war haben mich zwar gut beschuezt wir sind dann aber doch backstage gegangen und haben mit dem DJ, haha, ein Freund, unsere eigene kleinen Party gemacht. :) Die Uni liegt mitten im Bush Suedafrikas, da ist echt nichts in der Naehe wo man hingehen kann, aber ich muss sagen, die 12000 Studenten dort machen sich ihr Unileben schon gemuetlich.. hehe..

Ansonsten, ist mein Leben im Moment eher ruhig und die naechsten Ferien sind auch erst Ende Juni, sodass ich die naechsten Wochen fleissig jeden Tag zur Arbeit gehen werde.

Ok,

ich probiere bald wieder von mir hoeren zu lassen.

Eure Kathie

von Lesotho bis zum Muskelkater

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am April 19, 2008

Hallo liebe Freunde, Verwandte und Bekannte,

es ist wieder soviel passiert in den letzten Wochen, dass die Zeit fuer mich nur so dahinfliegt.

Zuallererst das Seminar in Pietermaritzburg war super schoen und ich hatte die Gelegenheit am Samstag zur Kidsweek zu gehen. Dort erlebte ich den „Marsch durch Hilbrow“. Das heisst 400 Kinder laufen singend und tanzend durch die „Strassen“ Hilbrows. Ich war die letzte in der langen Reihe und konnte den Anfang schon gar nicht mehr sehen. Einfach toll! Die zweite Woche meiner Osterferien war ich zuhause in Seshego um Bewerbungen zu schreiben. Das war alles gar nicht so einfach, weil das Internet in Seshego nicht mehr funktioniert, in der Stadt staendig Stromausfaelle sind und der Computer zuhause ein Virus drauf hat.. Ich brauchte also wirklich eine volle Woche um den notwendigen „Kram“ zu erledigen. Meine Dritte und letzte Woche musste ich dann nochmal raus, um wirklich Urlaub zu machen. Da fuhr ich denn kurzentschlossen erstmal nach Joberg denn von dort aus kommt man quasi uebrall hin…

Hatte die Gelegenheit auf einen von Hilbrows so zahleichen Hochhauesern zu gehen und die tolle Aussicht uber Joberg zu geniessen.. Am Montag fuhr ich weiter nach Harrismith, northern Drakensbergen. Echt cool. Eine Schweizerin, eine Deutsche, zwei Engllaender und einer aus Irland wurden meine Gefaehrten fuer die naechsten vier Tage. Zusammen machten wir einen Hiking Trip zu den groessten Wasserfaellen in Suedafrika (und den zweitgroessten in der Welt). Tugela Waterfalls. Ich sah sie von oben!!!
Unglaubliche Aussicht, auch wenn wir teilweise so dichten Nebel hatten, dass wir gearde mal 500 Meter weit sehen konnten. Naja, nicht schlimm.. Ausserdem nutzte ich die Gelegneheit, um ein Tagesausflug nach Lesotho zu machen. In eine Gegend, wo es wirklich (100%) keine Touristen gibt.. (haha, ausser uns selbst). Dort besuchten wir eine traditionelle Schule, konnten uns mit den Lehrern unterhalten und mit den Kindern spielen. Alte Hoehlenmalereinen der damaligen Bushmaenner waren ausserdem zu besichtigen…

Das schoenste meiner Ferien war allerdings das rock climbing. Haha!! Haette ja nicht gedacht, dass ich sowas mal machen werde aber es hat einfach nur Spass gemacht. Ich bin zwar einmal beim Abseilen bissl vom Weg abgekommen und leicht gegen den Berg gefallen aber unser Fuehrer hat sich sehr gut um mich gekuemmert.. ;) Ist also nichts weiter passiert, nur Muskelkater fuer die naechsten drei Tage.. Ich beendete meine Ferien mit einer Geburtstagsparty von einem Freund aus Pretoria und nun war ich schon wieder eine Woche arbeiten… ach, wie die Zeit vergeht…

Die Woche war aber sehr nett, ist schoen all die Kinderchen wiederzusehen. Von dem kleinen Mahlatsi werde ich „Mama Germany“ genannt. Er kann es wohl immer noch nicht begreifen, dass ich von soweit her gekommen bin.. grins…

Ansonsten ist wieder der Alltag eingekehrt, der alledings nicht lange anhaelt weil naechste Woche zwei Feiertage sind und ich dementsprechend die Gelegenheit nutze, um mit Freunden nach Clarens zu fahren. Das ist eine Art Kunstsatdt mit ganz viel Galerien, Konzerten und so weiter.. Wird also bestimmmt schoen.

Joa, in Suedafrika kehrt nun der Winter ein. Das ist voll komisch, weil nachts ist es kalt. Aber so richtig. Tagsueber in der Sonne kann man Bikini anziehen, und man schwitzt noch, sobald man in den Schatten geht, braucht man Handschuhe und Muetze. Die Unterschiede sind so gross, das man gar nicht weiss, was man anziehen soll.
Mittlerweile gibt es auch wieder Orangen ueberall preiswert zu kaufen, weiteres Zeichen dafuer, dass der Winter an der Haustuer klopft.

Ich gruesse euch ganz herzlich…
Eure Kathie (Puseletso)

Ostergruss

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am März 25, 2008

Hey ihr Lieben,

nur mal einen kurzen Bericht…

Ich bin gerade beim Seminar in der Naehe von Pietermaritzburg und habe gerade Mittagspause.. hahaha..

Wir sind zusammen 16 Freiwillige und es macht echt Spass mal wieder in Austausch miteinander zu treten. Die Abende haben wir sogar frei, was ich von den Berliner Mission Seminaren gar nicht gewoehnt bin.. Grins..

Zu Ostern war ich in Hilbrow, am Karfreitag sind wir zum The Coke Festival gefahren, Sarah, Jette und ich. Es gab eine Menge Cola, ich sag es euch. Auch Bier, das war aber schon um 8 Uhr alle.

Das Festival ging von 12 uhr bin Mitternacht. Muse hat gespielt (u.A) was mal hammergeil war. Am Ostersonntag bin ich zum Godi nach St. Peters gegangen, einer lutherischen Kirche in Johannesburg mit anschliessenden Osterfruehstueck. hmmm lecker…
Dort traf ich auch John wieder, Suedafrikaner, deutscher Abstammung, der gerade in Deutschland studiert. Haben uns damals in Hermannsburg getroffen. Echt toll, diese Begegnungen hier. Unkompliziert und einfach. Man kennt sich nicht, aber ins Gespraech zu kommen ist in SA einfach easy… irgendwas hat man immer zu sagen, nicht?? Von Monique bekamen wir alle ein Ei geschenkt… *freu*
Ausserdem waren wir mit Freunden (einen aus Sambia) auf einen Hochhaus in Hilbrow und konnten die ganze Stadt sehen. Grossartig… naja… Ostern war mal anders, und echt schoen. :)

Das Seminar geht nun bis Freitag und am Samstag moechte ich noch mal nach Hilbrow, zum letzten Tag von der Kidsweek. Dort weare ich gern nochmal hingegangen, leider war das Seminar zur selben Zeit. Sonntag hab ich eine Einladung auf eine Wildfarm. Gottesdienst mit anschliesssenden Braai :)

Dann habe ich noch zwei Wochen ferien, bis jetzt noch keinen Plan. Muss mich um Bewerbungen kuemmern, was eine Menge Zeit kostet. Das Internet in Seshego oeffnet naemlich keine auslaendischen Seiten mehr. Bissl unguenstig.

Jedenfalls renn ich den ganzen Tag nur von Computer zu Computer… *seufz*…

Aber ich denke, ich werde mir noch ein paar Projekte in der Gegend angucken gehen.
Es gibt soviele krasse Projekte hier, von Waisenhaeusern bis Aidsprojekte, die ich gerne kennenlernen wuerde.

Ok, meine Lieben, uiuiuiu, die Mittagspause ist um… zweite Runde startet…

bis bald,

denke an euch,

Kathrin

Dem Tode noch mal entkommen…

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Februar 26, 2008

Hallo liebe Verwandte, Freunde , Bekannte und Fremde,

Ich hoffe sehr, es geht euch allen im fernen Deutschland gut. Ich hoerte, dass es bei euch langsam waermer wird. J Naja, bei mir wird es hoechstens noch kaelter aber ich hoffe das Wetter laesst sich da noch ein bisschen Zeit…Ich habe ja schon lange nicht mehr geschrieben. Das tut mir leid, man ist eben immer so bechaeftigt.

Bevor ich es vergesse, komme ich mal zu euren Fragen. Die Mangos an den Baeumen kann man wirklich essen, ja. Aber ich habe nicht so ein glueckliches Haendchen im „Mango vom Baum aussuchen“ oder im „Mango kaufen“. Deshalb ziehe ich einen knackigen Apfel, Litschis oder eine Banane vor.. J Auf meinen Reisen im Dezember bin ich immer mit anderen Voluntaeren gefahren. Unter den Schwarzen ist es nicht einfach, Begleiter|innen zu finden. Zum einen haben haben sie eine ganz andere Lebensgestaltung und oft fehlt ihnen auch das noetige Kleingeld. In Swaziland und Durban war ich imit Voluntaeren, welche in Pretoria leben und arbeiten. Kennengelernt haben wir uns alle damals in Hermannsburg bei den ersten Seminar. Im Creche ist alles ganz toll. Die Kinderchen sind einfach knuddelig und ich habe sie schon alle sehr ins Herz geschlossen. Das macht den ganzen Laerm wieder wett. ;) In vier Wochen ist ja Ostern und ich bin dabei mit ihnen Ostersachen zu basteln. Das macht nicht nur Ihnen Spass. J

An den Wochenenden war jetzt auch immer so viel los, dass die Wochen nur so dahingeflogen sind. Vor vier Wochen, glaube ich, kamen Nathos zu Besuch. Das war eine sehr nette Ueberraschung. Wir verbrachten ein Wochenende zusammen und ich lernte durch sie ganz nette Menschen in Polokwane kennen. Auch Heleen und Louis (weisse Suedafrikaner), die beide ein bisschen aelter sind als ich und in Pretoria sudieren. Mit Heleen ging ich ins Kino und alle zusammen unternahmen wir auch einen Ausflug auf eine nahegelegene Farm. Einem Abend gingen wir essen und ich probierte mal einen Ochsenschwanz. ;) Ist lecker. J Der Besuch der Beiden war sehr schoen und tat mir sehr gut. Ein anderes Wochenende wurde ich eingeladen mit nach Tzaneen zu fahren. Dort tranken wir einen Kaffee im tea garden, sahen riesengrosse Bananenbaeume und genossen den Ausblick bei den beruehmten Wassserfallen. Herr Meissner ist auch wieder im Land. J Dieser hat doch tatsaechlich leinoel aus Deutschland mitgebracht. Haha. Koennt ihr euch sicherlich denken, wie sehr ich das Abendessen genoss.. Kartoffeln mit Quark und Leinoel.. *Hmmm* Er hat mich auch eingeladen in das Nature Reserve gleich neben Polokwane. Die Miriam aus Mokopane hat uns begleitet. Dieses Reserve ist zwar klein, aber dafuer sehr schoen. Es gibt dort auch Giraffen und Rhinos. Leider haben wir keine gesehen. Dafuer viele andere Tiere, wie Buschbocks, Zebras, Strausse. Auch Heuschrecken auf der Strasse versetzten mich in Begeisterung. Das Reserve ist auch deswegen so schoen, weil es erlaubt ist auszusteigen und zu laufen. Das finde ich persoenlich sehr wichtig, weil ich es nicht mag, die ganze Zeit nur im Auto zu sitzen. Dann habe ich nun endlich, nach langen Rumgebettle von meinem Gastpapa angefangen deutsches Essen zu kochen. Es gab Nudeln mit Tomatensosse (haha, was sonst) und weil es keine negativen Stimmen gab eine Fortsetzung mi Kartoffel / Tomatenauflauf. Ja, ob sie dass schon mal gegessen haben, glaube ich nicht, denn mein Gastpapa bestand darauf, sein Teller in den Kuehlschrank zu stellen. So, nach seiner Ansicht, schmecke es wie Pizza. Mein Gastbruder hat nach dem ersten Probierloeffelchen eine Menge Acha „draufgeknallt“, was natuerlich den ganzen Geschmack verfaelscht. Was ist Acha? Getrocknete Mangos, in Oel eingelgt mit gaaaaaaaaaanz viel Schaerfe. Zur Zubereitung verwendet man noch grueneMangos. Meine Gastmama macht das auch selber und der ganze „Brei“ muss dann einen Monat stehen, bevor man es essen kann. Ich persoenlich mag Acha sehr gerne zu Brot.. Aber zu Auflauf? Naja.. (bissl Afrikafeeling im deutschen Essen ;) Weil Herr Meissner hier war, hatte ich nun die Gelegenheit zum deutschen Gottesdienst in die Stadt zu fahren. Das war sehr schoen. (bissl deutschlandfeeling in Afrika). Dort traf ich auch auf Herrn Rabiga, einem Deutschen, welcher in Polokwane einen Logde betreibt. Dieser organisiert Touren zum Kruegerpark und bei der naechsten nimmt er mich mit.

JJIch kleiner Glueckspilz, ich.. Joa, die letzte Woche hatte ich nun frei. Da habe ich mir einfach mal Urlaub genommen, um eine Pause von dem Kinderlaerm in Seshego zu nehmen ;) Am Sonntag bin ich denn mit Heleen und louis nach Pretoria gefahren, die das WE zuhause verbrachten. Am selbem Tag war gerade Celine Dion in Pretoria und wir haben sie singen gehoert, wenn auch von weit weg… J Ich begleitete Heleen in die Uni und durfte auch bei den Vorlesungen teilnehmen, die groesstenteils auf Afrikaans gehalten wurden. Es war interessant, zu sehen, wie in SA studiert wird. Eine Vorlesung geht zum Beispiel nur 40 Minuten. Die Studentenwohnungen von den Jungs durfte ich auch sehen. (sehr gemuetlich muss ich sagen) und der Campus. Dieser ist herrlich. Gross, gruen, wunderschoen. Uebrigesn ist e shier Tradition, dass die Erstsemester auf die Aelteren Studenten hoeren muessen. Mir wurde ein ein Beispel demonstriert. Adam,der Arme war zur falschen Zeit am falschen Ort, musste 20 Mal in die Luft springen und dabei ein Lied singen.. uiuiui.. wer weiss was die alles aushaltem muessen.. hmm.. ist das in Amerika vielleicht auch so??Wir sahen ein Rugby Spiel auf dem Sportgelaende und dort wurde mit echten Eiern geworfen. Nicht ganz ungefaehrlich. Mit Heleen und Louis verstehe ich mich super und ich hoffe, ich werde sie bald wiedersehen. Am Dienstag bin ich nach Jo’burg gefahren. Gewohnt im beruehmten „Dalka-Haus“, zusammen mit 12 anderen Menschen. Weissen und Schwarzen Suedafrikanern, Deutschen, Indern und eine aus Sambia. Monique Dalka, die Besitzerin des Hauses, hatte sich damals so lieb um mich gekuemmert, als ich mir den Ellenbogen brach. Die Atmosphaere in dem Haus war wunderschoen und ich hatte wirklich mal Zeit, am Pool zu sitzen, ein Buch zu lessen, und dabei die Sonne zu geniessen und nicht an irgendwas denken zu muessen. In diesem Haus werden soviele unterschiedliche Sprachen gesprochen und trotzdem ist es eine grosse Familie die mich sehr herzlich aufnahm. Ein Tag nutzte ich, um Jan, Rick und Mandla in Hilbrow zu besuchen. Es tat gut, sie wiederzusehen und sie wohlauf und gesund zu wissen. Ich besuchte ausserdem die Constitution hall, ein altes Gefaengniss der Aparheidszeit. Auch Winnie Mandela (die zweite Frau von Nelson Mandela) sass dort gefangen. Die Fuehrung war sehr beeindruckend. Vieles hat mich an die Konzentrationslager in Deutschland denken lassen. Ich hatte eine sehr erholsame Zeit im Dalka Haus und es war genau die Pause, die ich brauchte. Am Freitag wurde ich abgeholt von Freunden, die in Makhado (alter Name Louis Trichardt) wohnen. Nebenbei bemerkt, die Suedafrikaner aendern ja so gerne ihre Stadt-und Strassennamen – kann manchmal echt verwirrend sein. Familie Rauch (damals in den 70igern nach SA ausgewandert) betreiben in den Zoutpansbergen bei Makhado eine Farm mitten in dem Busch Suedafrikas. Sie haben vier Schaeferhunde und ganz viele Pferde. Auf dem ganzen Gelaende gibt es aber auch die natuerlichen Wildtiere, wie Buschbocks, Affen und ganz speziell dort Leoparden. Das Haus und das Gelaende ist aber nicht abgezaeumt , was mich am Anfang zweifeln liess. Waer ja nicht das erste mal, dass man mich reinlegt. Naja, stimmt aber!! Als ich einen Spaziergang durch die Wildnis machte traf ich naemlich auf einen, drei Meter von mir entfernt, der sich von mir erschrocken, schnell in das Unterholz zurueckzog. Puhh.. Glueck gehabt, er war wohl nicht hungrig.. Also, ganz ehrlich, Herzklopfen hatte ich schon.. Aber natuerlich,echt krass, echten Leoparden.. Eine Nacht planten wir einen Ausflug auf einen der vielen Berge. Zu viert, mit einen kleinem Jeep gings dann hoch den Berg, durch suedafrikanischen Busch.. Oben angelangt, Holz suchen fuer Feuer. Fuehlte mich wie ein echter kleiner Indianer und steckte all die Schrammen und Kratzer von den Dornenbueschen ein. Um den Sonneuntergang zu betrachten suchten wir uns ein huebsches Plaetzchen an dem Rand des Berges. Vor uns gings 400 Meter in die Tiefe (uiui, nicht nach unten gucken). Geschlafen haben wir dann neben dem Feuer in Schlafsaecken, unter uns roter suedafrikanischer Sand..Naja, dreckig waren wir nun eh schon. Um 5:30 wurden wir von der aufgehenden Sonne geweckt. Das Zweite mal, dass ich den Sonnenaufgang sah. Hoch in den Bergen – wunderschoen- Es ist so still dort oben, nur die Geraeusche der Natur… Unglaublich. Und – zum Glueck- die Leoparden waren immer noch nicht hungrig.. Fruehstueck gab es auf der Farm, und was gab es ? Deutsche Bretzel und deutsche Koernerbroetchen vom deutschen Baecker in Pretoria („die Backstube“) mit selbstgemachten Schinken und Wurst von der Farm, dazu Pflaumenkuchen. Na, wenn das kein 5 Sterne Fruehstueck ist.. jaja, ich lerne deutsche Produkte mehr schaetzen. Es gibt aber auch sehr gute Suedafrikanische Produkte, die ich sehr vermissen werde, wenn ich erst wieder zuhause bin. Sonntagnachmittag sind wir wieder heim gefahren, nicht ohne uns gebuehrend von den Hunden zu verabschieden und festzustellen, dass es in SA Quittenbaeume gibt. Oben auf dem Berg wurde mir sehr viel erklaert, ueber die vielen verschiedenen Pflanzen, Baeume und Tiere. Jaja, da kommt wohl doch noch die Foersterstochter durch.. J

So, waehrend ich mein Leben in SA in vollen Zuegen geniesse, gehen die Studenten in Pretoria auf die Strassen um fuer besser Bildungsmoeglichkeiten zu protestieren. Schueler einer Primary school sammelten 70.000 Rand um damit ein Zeichen gegen Gewalt zu setzten. Jacob Zuma, der im Dezember zum Chef des ANC (African National Congress) gewaehlt wurde, verbietet weissse Journalisten die Teilnahme an einer Pressekonferenz. Das Stromproblem bleibt weiterhin bestehen bis neue Krafwerke gebaut werden, aber immerhin gibt es nun einen Plan, wann wo der Strom weg bleibt. Nebenbei streiten sich die Politiker wieviel Geld nun fuer Soziales und Gesundheit ausgegeben werden sollte. Getrauert wird um ein Fernsehstar von der Soap „Isingo“. Sie ist bei einen Autounfall ums Leben gekommen.

Meine Gastcousine erwartet im April ihr zweites Kind – es wird ein Maedchen. Ihr Sohn, Malose, geht in meinen Creche und er ist das einzige Kind, welches mich nicht mit Teacher Kathrin, sondern liebevoll mit „Sisi“ – Schwester anredet.

Meine Lieben, das war nun doch unerwartet wieder ganz schoen viel. Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Eindruck von meinem Leben uebermitteln..

Bleibt mir gesund und behuetet,

Eure Kathrin

nach so langer Zeit…

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Januar 23, 2008

Nur Geduld… Sieht nur so lang aus…

AFRIKA – das bedeutet immer ein Zweikampf zwischen grenzenlosen Gewimmel und grossen leeren Gebieten. (Henning Mankell; aus: Ich sterbe aber die Erinnerungen bleiben)

Die langersehnten Giraffen und Ananas am Stiel

Ja, es ist soweit, die Ferien sind tatsaechlich vorbei… Ich kann es noch gar nicht richtig glauben. Die erste Arbeitswoche habe ich indessen gut ueberstanden und es gibt viel zu tun.

Wir haben viele neue kleine Kinder bekommen, sodass ich schon am fruehen Morgen, wenn ich durch die Kueche den Creche betrete, von lachenden, schreienden und weinenden Kindern begruesst werde. Toll. Meine Freundin ist uebrigens nicht mehr da, warum das weiss ich auch nicht. Dafuer mal das Gegenteil. Ein Kind, sobald sie mich auch nur von weitem erblickt, ergreift weinend die Flucht. Die anderen Teacherinnen machen sich schon darueber lustig und scherzeln rum. Wenn die Kleine gewickelt wird, (was ich natuerlich nicht machen kann) ist das eine herzliche Freude, weil sie nur weint und schreit (denn ich stehe ja immer noch daneben) und die Lehrerinnen sich kaputt lachen…

Ansonsten habe ich in der Preschool viele neue Gesichterchen, dessen Namen ich schon fleissig am Lernen bin. Sie sind alle noch recht klein, zwischen 2 und 3, sodass ich wahrlich ein full time job habe. Wohingegen ich letztes Jahr noch ab und zu in Ruhe Stifte anspitzen konnte, so muss ich jetzt auch waehrend der Zeit des freien Spielens stets wachsam sein und alle meine Ohren und Augen (je zwei an der Zahl) offen halten. Das finde ich auch ganz toll, denn sechs Stunden am Tag arbeiten ist nicht so viel und da sehe ich mich selbst auch gerne beschaeftigt. Unsere Koko ist auch wieder da, sodass morgens, wenn ich von der Andacht komme, mir auch schon jemand ein Tee gekocht hat! Was die Freude truebt, ist die Tatsache, dass unser Zwilling im Creche mitte Dezember sein Geschwisterchen verloren hat. Das einzige was ich weiss, ist das sie ploetzlich krank wurde. Was es genau war, kann ich nicht sagen. Ansonsten hat sich nicht soviel veraendert in Seshego, ausser das der Mangobaum, den ich vom Kuechenfenster betrachten kann, Fruechte traegt. Von den Mitgliedern des Office wurde ich ebenfalls sehr herzlich und freudig begruesst – man hat sich schliesslich fuenf Wochen lang nicht gesehen – und ich musste selbstverstaendlich allen einen Bericht meiner Ferien geben. Einzeln!! Kommentare wie : “Cape town ist so weit weg” oder : “schoeoeoeoen” bekam ich stets an denselben Stellen meines Berichtes zu hoeren. So, nun moechte ich schliesslich auch euch berichten, wie denn meine ersten grossen Ferien in dem fernen Suedafriak verliefen. Dabei moechte ich zu Beginn auf ein Zitat von Ephraim Kishon zurueckgreifen, der da sagte:

“Es ist nun einmal in der gesamten Weltliteratur ueblich, dass ein Autor bei der Abfassung eines Romans, einer Novelle, eines Theaterstuecks und besonders eines Gedichtes alles niederschreiben kann, was ihm gerade in den Sinn kommt. Nur bei Reiseberichten – und nur bei Reiseberichten – muss er sich an die Tatsachen halten.”
(aus: der seekranke Walfisch; Deutscher Taschenbuch Verlag; 4.Auflage 1969)

Ich werde also mein Bestes geben, um euch so gut wie moeglich mit dem wunderschoenem Land Suedafrika vertraut zu machen. JDie erste Woche in Cape town verbrachte ich im Center Ithemba LaBantu, gegruendet von Otto Kohlstock, im Township Philippi. Dort lernte ich die Arbeit meiner beiden Freunde Sarah und Jette kennen. Die zweite Woche hatten sie endlich frei und zusammen machten wir cape town und Umgebung unsicher! Die Highlights in Cape town waren fuer mich Cape of good hope und Table Mountain. Es ist einfach unglaublich, am suedwestlichsten Punkt Afrikas zu sein, auf den Felsen sitzend das Meer zu betrachten und kaum begreifend, was fuer eine wunderschoene Sicht sich dort bietet. Es herrscht endlose Stille – wenn man von dem nervigen Geplapper der Touristen absieht, die alle, oben angekommen sich einmal umsehen, und wieder den Rueckmarsch antreten. In der Naehe des Aussichtspunktes liegt der Diaz Strand,der so schoen ist, dass man den muehevollen Abstieg gern in Kauf nimmt. Weisser, weicher Sand, in den man bis zu den Knoecheln versinkt, Blaues Meer mit grossen Wellen, die sich an den Steinen des Ufers brechen, umgeben von hohen Felsen… Benannt uebrigens nach Bartolomeu Diaz, der 1488 als erster das Kap der guten Hoffnung ( zuerst Kap der Stuerme) umsegelte. Es wurde umbenannt, weil die portugiesischen Seefahrer grosser Hoffnung waren, dahinter noch viele reiche Laender finden zu koennen (womit sie ja gar nicht so unrecht hatten, die Lieben).

Auf dem Rueckweg waren wir noch bei einer kleinen und schoenen ostrich farm (Straussenfarm) , wo wir eine deutsche Fuehrung bekamen und Baby–Strausse bewundern konnten. Sogar wie eines geschluepft ist!! Ach, war das suess.. Nicht zu vergessen, Filterkaffee im Preis mit einbegriffen. Den Tafelbergbesuch planten wir fuer einen Abend, weil wir den Sonnenuntergang von oben betrachten wollten. Und – keine Frage – das hat sich gelohnt. Zuerst machten wir einen Spaziergang, der sich zwei Stunden in die Laenge zog. Wir dachten schon fast, dass wir uns verlaufen haetten, weil um uns herum ueberhaupt keine Menschen mehr zu sehen waren, nur Tafelberg Steine, kleine Brueckchen, bissl Wasser und Gras, wohin man auch sah – Gras. Wir fanden aber natuerlich den Weg zurueck – sind schliesslich schon gross, und genossen sitzend gegen Tafelbergsteine lehnend den Sonnnuntergang und die Lichter von Cape town, die sooooooo weit unten waren. Der Tafelberg ist 1086m hoch, die Gondel die die Besucher zur Spitze bringt, braucht 4 Minuten und dabei dreht sie sich um die eigene Achse. 360 –Grad-Blick auf Kapstadt und den Tafelberg. Unglaublich kann ich da nur sagen! An einem anderen Tag haben wir uns ueberreden lassen eine sailboat tour mit der “Spirit of Victoria” zu machen. Ausschlaggebend war wohl das Argument, dass es kostenlosen Champagner gaebe… Am Ende der Tour waren die meisten Fahrgaeste auch viel ausgelassener als vorher. Tja, und was soll ich sagen? Auch der Sonnenuntergang vom Meer aus gesehen, in der Ferne die Lichter von Cape town, ist ein einmaliges Erlebnis. Wir haben ausserdem besucht den Greenmarket Square, der zweitaelteste Platz der Stadt, bei dem 1834 die Aufhebung der Sklaverei verkuendet wurde und der heute mit zahllossen Staenden zugestellt ist. (Ich kann gar nicht zaehlen, wie viele Ohrringe ich dort kaufte). Auch ein Besuch im Caste of good hope war ganz schoen. In Fish Hoek assen wir in einem Restaurant mitten auf dem Meer, entlang des Muizenbrg Strandes sammelten wir Muscheln, an der Waterfront assen wir den besten Schokoladenkuchen, in der City Hall of Cape town hoerten wir das Weihnachtsoratorium und in der Longstreet gingen wir nachts feiern. In Camps Bay tranken wir einen Cocktail, waehrend neben uns im Club Models eine Zeitschift promovierten (ein Foto davon sah ich eine Woche spaeter zuhause in der Zeitung). In Costantia testeten wir kostenlos teuren Wein. Dort erfuhr ich, dass 55 Prozent des hergestellten Weines nach Deutschland exportiert wird. Tse Tse Tse… Am Strand von Cliffton erholten wir uns von den vielen Ausfluegen. Dort gibt es vier Straende, die durchnummerert sind. Strand 4 gehoert den Familien, Strand 3 den Koerperbetonten, Strand 2 den Jungvolk und Strand 1 den Trendsettern. Tja, und wo haben wir uns wohl hingelegt? Spekulationen bitte!! Auch noch unbedingt zu erwaehnen ist der Chapman’s Peak Drive. Dieser auf 600m fuehrende Weg zaehlt zu den landschaftlich schoensten Kuestenstrassen der Welt. Und ja – das war schon schoen – Die laengste Weintheke der Welt (mit 600 Weinangeboten) haben wir allerdings nur von aussen gesehen. Das war uns dann doch ein bisschen zu teuer. Auch die Shoppingcenters von Cape town duerfen nicht unausgesprochen bleiben, denn sie bieten eine breite Vielfalt von Angeboten, wo bestimmt jeder etwas findet, was er sich unbedingt kaufen muss. Auch ich wurde des oefteren schwach. Das beweisst die Tatsache, dass meine Tasche, die am Ende meines Aufenthaltes in Cape town, fuenf Kilo mehr wog als vorher. Upps.

Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, haben wir Plaetzchen gebacken und Weihnachtsgeschichten gelesen. Die Plaetzchen schmeckten, die Geschichten waren auch schoen, nur mit der Weihnachtsstimmung hat es nicht ganz geklappt. Am 23. Dezember verliess ich schliesslich das wunderschoene Kapstadt, um Weihnachten bei meiner Familie in Seshego zu verbringen. Wie ihr sicherlich alle wisst, feiert man hier Weihnachten am 25. Dezember. Ich weiss, dass ihr alle neugierig seid, wie denn mein Fest so war, aber um ehrlich zu sein, gibt es da nicht soviel zu erzaehlen. Frueh sind wir in die Kirche gegangen und danach wurde der Braai (Grill) vorbereitet. Es war die ganze Familie da und zusammen assen wir unseren Bogobe mit gegrillten Fleisch draussen in der Garage. Ich hatte fuer jeden ein kleines Geschenk vorbereitet, welches freudig entgegengenommen wurde und ich erhielt von jeden Familienmitglied eine kraeftige Umarmung als Dank. Nach dem Braai gingen alle ihre Wege und ich habe einen Film geschaut. Ruhiges Weihnachten ohne viel Trara aber sehr schoen.

Weil es in Seshego in den Ferien eben nicht so viel zu tun gibt, verabschiedete ich mich zwei Tage spaeter, um in Richtung Mpumalanga nach KwaZulu-Natal aufzubrechen. Meine Begleiter waren drei junge Herren und eine junge Dame aus Pretoria, die mich netterweise abholten. Am ersten Tag fuhren wir ca 1300 km, Ziel : Bushlands, naehe Hluhluwe.

In Bushlands uebernachteten wir, nachdem wir den alten VW Golf erfolgreich durch das Tor schoben und uns gruendlichst mit Mosquito Mitteln eingerieben hatten (wir schoben den Golf nach etliche Male an den verschiedensten Stellen). Nach einer kleinen erschreckenden Begegung mit einer Schlange vor dem Waschraum ging es am naechsten Tag zum Hluhluwe (sprich: Schlu-schluwe) Im Folozi Park. Dieser Park gehoert zu den aeltesten Naturschutzgebieten Afrikas (gegruendet 1885) und hat eine Groesse von 96.000 ha. Es war der erste Besuch fuer mich in ein Reserve (abgesehen von 1995), ihr koennt euch also vorstellen, wie ich aus dem Haeuschen geraten bin, als ploetzlich Zebras vor mir standen. Auch Kudus, Bueffel, Impalas und endlich Giraffen (ja echte Giraffen) habe ich gesehen. Leider keine Loewen.

Weitere Tage verbrachten wir an dem so Kleinen, aber ebenfalls wunderschoenen Ort St. Lucia an der Kueste. Dort machten ich erste Erfahrungen mit Schnorcheln am Kap Vidal, hatte mal wieder Gelegenheit meine Tischtenniskuenste unter Beweis zu stellen, ass endlich wieder ein Abendbrot, welches nicht aus FastFood bestand, traf Menschen aus Belgien, der Schweiz, Oesterreich, Holland und Deutschland. Der Hoehepunkt in St. Lucia war eine Cayak Tour, bei der wir Krokodile sahen und auch kurz das Cayak verliessen um uns einen Weg zu den Hippos zu bahnen. Unser Fuehrer war ein netter Mann, mit jahrelanger “Flusserfahrung” , der uns interessante und spannende Geschichten ueber die Tiere, die Natur und ueber sein Leben erzaehlte.

Von St. Lucia gings ab nach Durban. Unterwegs, an der Tankstalle, trafen wir unsere Freunde (ebenfalls aus Pretoria), die eine Reifenpanne hatten. In Suedafrika dauert die Behebung eines solchen Problems erheblich laenger als in Deutschland und erst am spaeten Abend trafen sie in Durban, im Banana Backpacker, ein.

In Durban blieben wir drei Tage. Wir besuchten den beruehmten indischen Markt, die laengste Einkaufstrasse (die ich persoenlich je gesehen habe), den Hafen, das Rathaus (sehr beeindruckend), und klar: den Strand. Dieser war am 1. Januar brechend voll und ein paar Tage spaeter lass ich in der Zeitung von all den Vergewaltigungen am Strand von Durban. In weiser Vorraussicht feierten wir Silvester also nicht am Beach, sondern im Club. Puenktlich um Mitternacht stand ich vor dem Fahrstuhl, der uns ins 8. Stockwerk zur besagten Feier bringen sollte. Um mich herum begannen sich alle zu umarmen, und naja, dann manchte ich eben mal mit, obgleich ich die Menschen nicht kannte. Waehrend des Abends traf ich tatsaechlich noch Fadl (auch Voluntaer der Berliner Mission), welcher in Soweto taetig ist. Das war wirklich eine nette Ueberraschung und ich hatte ein wirklich tolles Silvester. Nicht zu vergessen, der Sonnenaufgang ueber der Stadt Durban, den man vom 8. Stockwerk natuerlich bestens sehen kann. Was ist sonst noch ueber Durban zu sagen? Diese Stadt ist laut, dreckig und voller Menschen…Aber das Meer ist waermer als in cape town. Es wird sicherlich nicht meine Lieblingsstadt, da koennen auch die Ananas am Stiel noch so gut schmecken.

Die letzte Station der nun schon 4 Wochen lange Reise war Swaziland. Von der Natur sehr schoen, auch kann man viel handgefertigte Dinge, wie Schmuck, Toepfersachen etc. kaufen. Swaziland ist das zweitkleinste Land in Afrika und dort gibt s noch einen Koenig!!! (OHO). Den Palast durften wir aber leider, wegen Feierlichkeiten, nicht besuchen. In Swaziland sind Traditionen noch nicht zu Touristenattraktionen geworden – das unterscheidet es von seinen Nachbarn Suedafrika und Mocambique. Es ist zudem eines der sichersten Reiselaender Afrikas.

Woran ich gerne zuruckdenke, war eine Nacht in einem Beehive zu schlafen (ein Rundhaus mit Stroh-Mastdach und einer winzigen Tuer – wie bei den Hobbits). Nachts, auf dem Weg zum Waschhaus wurde ich von einer vorbeifliegenden Eule ueberrascht, die sich von mir nicht stoerend, auf ein Dach eines anderen Beehive setzte, um genuesslich ihre Beute zu vertilgen. Das war ein grossartiges Erlebnis. Denn Eulen natur pur zu erleben, ist glaube ich weniger wahrscheinlich als Loewen in Naturparks zu sehen. Echt klasse!!

Auch sehr schoen war eine Wanderung auf einen Berg, wo wir eine tolle Aussicht auf das kleine Koenigreich hatten. Leider verpassten wir den richtigen Pfad zurueck, daraus resultierte dann wohl auch der Crash mit dem Hasen, der nichts ahnend aus dem Gras hervorkam und gegen Johannas Bein stiess. Der arme Kleine hat sich ganz schoen erschrocken. Von Swaziland ging es wieder zurueck nach Pretoria und fuer mich ein Tag spaeter nach Polokwane. Das wurde dann auch hoechste Zeit, denn meine Sachen waren sehr schmutzig. Eine Ueberraschung erwartete mich allerdings noch. Waehrend meiner Abwesenheit wurde der alte Schrank aus meinen Zimmer geraeumt und gegen einen neuen, sehr grossen und die ganze Wand ausfuellenden, ausgewechselt. Nun habe ich mehr als zwei Schubladen zur Verfuegung. Das ist sehr schoen, und ich begann auch sogleich mit der Gestaltung meines Raumes und jeder, der das Zimmer betritt, bleibt stehen und sagt zu mir gewandt: “hier ist es aber gemuetlich.” Ja, das war auch Sinn und Zweck der Sache und nun bin ich genuegend gewappnet und mit Energie gefuellt, meine volle Konzentration den Kindern im Creche zu widmen.

Meine Lieben, macht es gut… Bis zum naechsten Mal…

Nkosi sikelel’i Afrika – Gott segne Gott segne Afrika (Zulu)

Frohe Weihnachten

Veröffentlicht in Allgemein von Kathi am Dezember 12, 2007

Hallo meine lieben Freunde, Bekannte und Verwandte in Deutschland,

wider meinen Erwartungen habe ich doch die Gelgenheit ein Bericht zuschreiben. Das freut mich persoenlich sehr, denn ich habe in der letzten Woche so viel schoene Dinge erlebt, die ich natuerlich gerne mit euch teilen moechte.

Letzte Woche war ich in Jo’berg, bei der Kids week. Genauer gesagt in Hilbrow (man sagt, es sei die gefaehrlischste Gegend in ganz Johannesburg). Alle Kinder zwischen sechs und vierzehn Jahren wurden eingeladen, zu dieser Kidsweek zu kommen. Wir waren ca 250 Kinder und eine Menge Betreuer. Zusammen haben wir gespielt, gesungen, gelacht und auch gearbeitet. Diese Kids week ist eine gute Sache, wie ich finde, denn so werden die Kids fuer ein paar Tage mal von der Strasse geholt. Jeder Tag stand unter einen bestimmten Thema, wie zum Beispiel verschiedene Sprachen oder was sind unsere Talente, was moechten wir denn mal werden. Dazu wurde immer ein kleines Theaterstueck gespielt und in kleinen Gruppen diskutiert und gebastelt. Und natuerlich gesungen und getanzt. Das hat mir persoenlich am meisten gefallen. Es war unglaublich all diese kleinen und grossen Kinder zusammen zu sehen, wie sie sangen und Spass hatten. Es war eine wunderschoene Atmosphaere. Ich denke, viele von den Kids erlebten dort eine der wunderschoensten Zeiten ihres Lebens. Und das war auch fuer uns, als Leader, das Ziel. Ich war auch ein leader.

Unsere Aufgabe war es, morgens mit ihnen Spiele zu spielen, dafuer zu sorgen dass auch immer alle da sind und mit ihnen ueber die verschiedenen Themen zu sprechen. ich war in der Gruppe der 7- bis 8-jaehrigen. Diese Kinder konnten zum Grossteil also alle Englisch und es war ein ganz anderes Arbeiten, als ich es von Seshego gewohnt bin. Toll, kann ich nur sagen.

Gewohnt habe ich, zusammen mit meinen beiden Freunden von Cape town, bei einem Voluntaer auf dem Gelaende. Das war richtig schoen. Er hat naemlich ein Balkon und abends draussen zu sitzen, und die Lichter von Hillbrow zu geniessen, ist ein wahrer Augenschmaus. :) Zum Einkaufen gehen, hatten wir immer Begleitung, weil es alleine einfach zu gefaehrlich waere.

Ich habe dort aber tolle Freundschaften geschlossen und eine wirklich wunderschoene Zeit gehabt. Ausser am Mittwoch. Da bin ich, waehrend wir mit den Kids spielten, hingefallen und habe mir den Ellenbogen gebrochen. Ich schieb die Schuld auf meine Schuhe und nun habe ich einen guten Grund, mir neue zu kaufen.

Ist auch eine Erfahrung… Behandlung im Krankenhaus in Suedafrika. Wenn man Geld hat, kein Problem. Man wird ruehrend umsorgt, muss nicht lange warten und alle sind sehr sehr freundlich. Ja also, ich war sehr froh, dass Monique da war (danke Monique), die sich sehr lieb um mich kuemmerte und alles fuer mich geregelt hat. Nun renne ich mit einer Schlinge durch die Gegend und muss fuer alles was ich mache, doppelt soviel Zeit einplanen. Aber, no problem, denn ich habe genug davon…

Freitag Nacht bin ich sicher und gesund in Cape town gelandet. Toll hier! :)

Mein erstes Fruehstueck in Kapstadt werde ich wohl nie vergessen. Es war in einer Kirche bei einer deutschen Gemeinde und, ich weiss es ist schwer zu glauben, aber es gab richtig echte Broetchen!!!!!!! Marmelade, Kuchen, Obst, Wurst (ja Wurst) und lecker viel Kaffee!! Es war ein reinster Traum. Denn, wen ihr mich fragt, was die Afrikaner echt nicht koennen, ist gutes Brot backen und Kartoffeln kochen. Beides ist zu weich.

Das naechste Highlight, eine Bibliothek mit ganz vielen deutschen Buechern. Wir durften uns fuer nur dei Euro (30R) soviele mitnehmen, wie wir wollten. Freudenschrei. Ich glaub, sie wissen einfach nicht, was sie damit machen sollen. Richtig alte deutsche Schaetze waren darunter. Und mir ist jetzt erstmal egal, wie ich die alle nach Deutschland zurueckbekomme.

Am Meer war ich schon sowie im Kino und auch Kappstaedter (?) Schokoladenkuchen musste daran glauben. Also, ich weiss nicht wieso, aber seitdem ich in SA bin, koennte ich jeden Tag Schokolade essen.. Echt schrecklich. Einen Abend waren wir in einem Club, echt toll, wo ich sogar eine deutsche Studentin aus Aachen getroffen habe. Sie lass ein Buch von Piper Verlag, deshalb haben wir sie als deutsche erkannt. Naja, Deutsche rennen hier eh viele rum.

In dieser Woche bin ich noch in den Center von Otto Kohlstock, iThemba Lanbantu (heisst: Hoffnung fuer die Menschen). Es ist im Township Philippi. Dort wo wir auch wohnen und es ist ein ganz anderes Kapstadt. Viele von den Weissen, die eben richtig in der Stadt wohnen, waren noch nie in den Townships und wir leben wir irgendwie zwischen den Welten..

Das Center hat eine Preschool, eine Suppenkueche, ein Care Center und eine Computerschule. Ausserdem wird hier Beatwork (Perlenarbeiten) und Taschen hergestellt. Es gibt auch eine Internetseite, die ich jetzt grad nicht weis. Schreib ich spaeter mal auf.

Heute Abend spielt eine bekannte Band und da werde wir hingehen.

So genug, dafuer das dieser Bericht eigentlich gar nicht geplant war.. :)

Wie heisst der Spruch? Eigentlich gibt es eigentlich nicht, weil es eigentlich nichts gibt, was den Wort eigentlich sinngemaess entspricht! (Find ich toll)

So das Foto wurde in Hermannsburg gemacht, als wir das Zulu Dorf besuchten. Leicht zu erkennen der Fluss, den wir ueberqueren mussten. Hut sowie Tasche sind nicht meine!

Ich wuensche euch allen ein froehliches und besinnliches Weihnachtsfest. Mit Kuchen, Plaetzchen, Weihnachtsstimmung, Ruhe, Schnee und lieben Menschen. Lasst uns stets daran erinnern, warum wir dieses Fest feiern..

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